Personalien am Bundesgerichtshof: Wechsel in Kartell- und Vergabesenaten

Gericht

Am Bundesgerichtshof kommt es zu personellen Veränderungen: Ulrike Pastohr, bislang Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf, wurde zur Richterin am BGH ernannt. Prof. Dr. Wolfgang Kirchhoff, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, wird Ende März 2025 in den Ruhestand treten. Beide waren bzw. sind in den wirtschaftsrechtlich geprägten Senaten des Gerichts tätig – insbesondere im Kartell- und Vergaberecht.

Der Bundespräsident hat Ulrike Pastohr zur Richterin am Bundesgerichtshof ernannt. Am BGH wird die 51-Jährige künftig dem Kartellsenat, dem für Rechtsbeschwerden in Freiheitsentziehungssachen und das Vergaberecht zuständigen XIII. Zivilsenat sowie dem VIa. Zivilsenat für Diesel-Schadensersatzklagen zugewiesen. Pastohr war seit 2017 Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf und dort Mitglied eines Kartellsenats. Ihre juristische Laufbahn begann sie im höheren Justizdienst des Landes Nordrhein-Westfalen, mit Stationen am Landgericht Düsseldorf und am Amtsgericht Neuss.

Langjähriger Vorsitzender in Kartell- und Vergabesachen verabschiedet sich

Zum 31. März 2025 wird zugleich Prof. Dr. Wolfgang Kirchhoff, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, in den Ruhestand treten. Kirchhoff gehört dem BGH seit 2004 an und prägte über zwei Jahrzehnte hinweg maßgeblich die Rechtsprechung im Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Vergaberecht und Markenrecht. Nach Stationen im X. und I. Zivilsenat war er zuletzt Vorsitzender des Kartellsenats sowie des XIII. Zivilsenats. Neben seiner richterlichen Tätigkeit engagierte sich Kirchhoff auch langjährig im Richterrat des Bundesgerichtshofs, dessen Vorsitz er acht Jahre lang innehatte.

Quelle: Bundesgerichtshof