Solarmodule für Friedrichshain-Kreuzberg: Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen

Friedrichshain-Kreuzberg hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen eines Pilotprojekts Module zu beschaffen, deren Rohstoffe nachweislich ausschließlich aus nicht-chinesischen Lieferketten stammen. Der Bezirk sucht daher Modulhersteller, die in der Lage sind, den Ursprung des Rohstoffs eindeutig nachzuweisen und Rückverfolgung sicherzustellen. Ziel ist es, staatlich verordnete Zwangsarbeit in der Solarlieferkette auszuschließen.

Hintergrund

Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist für unsere Zukunft unverzichtbar. Für Friedrichshain-Kreuzberg – wie für ganz Berlin – bedeutet das vor allem, deutlich mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern entstehen zu lassen. Hierbei rückt jedoch ein globales Problem in den Fokus: die Arbeitsbedingungen bei der Produktion des Rohstoffs Polysiliziums sind alarmierend, zahlreiche Quellen berichten von staatlich verordneter Zwangsarbeit in China.

Gemäß neuen EU-Vorschriften werden öffentliche Auftraggeber weiterhin verpflichtet sein, Solarmodule zu kaufen, deren Polysilizium nicht aus chinesischen Lieferketten stammt. Siehe hierzu beispielsweise Artikel 25 Absatz 7 des Net-Zero-Industriegesetzes (Resilienz-Kriterium). Auch die bevorstehende EU-Gesetzgebung zu Zwangsarbeit weist in dieselbe Richtung.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Phase: Aufruf zum Einreichen von Lösungsvorschlägen, die am 05.04.2026 endet.

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Quelle: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt