DVNW-Regionalgruppe Leipzig: Vergabe im Dialog – Warum der regionale Austausch den Unterschied macht

DVNW-Regionalgruppe LeipzigIn unserer neuen Interviewreihe fragen wir die Vorsitzenden der Regionalgruppen des Deutschen Vergabenetzwerks (DVNW), wie der regionale Austausch Vergabe und Beschaffung nachhaltig stärkt und warum das Format so viel Mehrwert bietet. Zum Auftakt sprachen wir mit Karsten Köhler, dem Vorsitzenden der DVNW-Regionalgruppe Leipzig.


Lieber Herr Köhler, seit wann gibt es die Regionalgruppe Leipzig und was macht sie besonders?

Köhler: Die Regionalgruppe Leipzig gibt es seit Januar 2023. Die Gruppe ist klein, aber fein. Die Mitglieder pflegen einen intensiven Kontakt und teilen ihre Erfahrungen und Best Practice untereinander. Zudem ist die Gruppe recht heterogen, die Mitglieder können viel voneinander lernen und neue Perspektiven kennenlernen.

Warum lohnt es sich, in der Regionalgruppe Leipzig aktiv zu werden?

Köhler: Der Erfahrungsaustausch ist sehr unkompliziert und praxisbezogen. Die Mitglieder nehmen praktische Tipps für ihren Alltag mit. Zudem treffen wir uns recht häufig, auch bei Mitgliedern. Wir tauschen uns auch zwischen den Treffen. Wir sind in Leipzig die beste Plattform, um sich über vergaberechtliche Themen auszutauschen,

Was waren Ihre persönlichen Highlights aus den vergangenen Regionalgruppensitzungen?

Köhler: Ein Highlight war der gemeinsame Besuch der Leipziger Verkehrsbetriebe mit Besichtigung des Technischen Zentrums Heiterblick. Eine beeindruckende Anlage, die im Endausbau 180 Fahrzeugeinheiten beheimaten wird.

Welche Themen, aktuellen Entwicklungen oder Herausforderung aus Vergabe und Beschaffung beschäftigt Ihre Regionalgruppenarbeit aktuell?

Köhler: Im Fokus steht derzeit das Thema, wie man schnelle und rechtssichere Vergabe durchführt, bei denen man gute Angebote erhält. Die Vergabestellen haben großen Druck, viele Vergaben bei knapper Personaldecke durchführen zu müssen. Dafür braucht es praktische Tipps, Erfahrungsaustausch und spontane Hilfe. Das klappt bei uns ganz gut.

Was schätzen Sie persönlich an Ihrer Rolle als Regionalgruppenvorsitzender am meisten?

Köhler: Es ist eine wunderbare Aufgabe, die Energie und Begeisterung der Mitglieder zu kanalisieren und in spannenden Veranstaltungen für alle einen Mehrwert zu schaffen. Und selbst lernt man immer auch etwas Neues.

Wenn Sie nicht gerade über Vergabe und Beschaffung sprechen, welches Thema beschäftigt Sie neben dem Fachlichen?

Köhler: Wir wundern uns über die Politik, die Vergaben schneller und einfacher machen könnte, es aber jedes Mal aufs Neue nicht hinbekommt. Und wir tauschen uns über Erfahrungen bei der Digitalisierung und der Nutzung von Software und Plattformen aus. Dazu gehört auch KI-Einsatz, der unmittelbar bevorsteht.

Für alle, die sich einer Regionalgruppe anschließen möchten – was macht für Sie den Mehrwert einer Mitgliedschaft aus?

Köhler: Wenn man schnell und unkompliziert Gleichgesinnte und Leidensgenossen treffen möchte, ist man hier richtig. Und gemeinsam löst man Probleme und vereinfacht sich den Alltag als Vergabestelle, indem man von anderen lernen kann – und andere von einem selbst.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Köhler!


Die DVNW-Regionalgruppen bieten eine hervorragende Plattform, um regionale Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Vergabepraxis zu entwickeln. Das Format richtet sich an alle, die im Feld der Vergabe und Beschaffung arbeiten oder sich dafür interessieren.

Wer Interesse hat, bei einer der mehrmals im Jahr stattfindenden deutschlandweiten DVNW-Regionalgruppensitzungen dabei zu sein, findet alle Informationen im Digitalen Netzwerk des DVNW. Die Teilnahme an einer Sitzung ist für Mitglieder des DVNW kostenlos. Sie sind herzlich willkommen!

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