IT‑Dienstleister und Rechenzentrumsbetreiber bündeln Kompetenzen für neue Cloud‑Plattform
Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung nimmt weiter Fahrt auf: Mehrere IT-Dienstleister der Bundesländer wie Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen sowie große kommunale Rechenzentren und das Informationstechnikzentrum Bund rücken enger zusammen. Auf der jüngsten Tagung der Rechenzentrumsleiter in Kiel wurde eine verstärkte Kooperation beschlossen – mit klarem Fokus auf Zukunftsthemen wie Cybersecurity, Resilienz und vor allem länderübergreifende Zusammenarbeit.
Ein zentrales Projekt dieser Kooperation ist die Weiterentwicklung einer Multi-Cloud-Management-Plattform (MCMP). Diese Plattform soll es ermöglichen, verschiedene Cloud-Angebote effizient zu steuern, zu kombinieren und bedarfsgerecht einzusetzen. Erste konkrete Gespräche zur gemeinsamen Nutzung und Weiterentwicklung laufen bereits zwischen mehreren IT-Dienstleistern. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, ohne dabei die individuellen Anforderungen der jeweiligen Organisationen aus den Augen zu verlieren.
Die Plattform soll ab 2027 die Anforderungen des IT-Grundschutzes erfüllen. Damit wird nicht nur ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet, sondern auch die Grundlage für eine nachhaltige und flexible IT-Infrastruktur gelegt.
Das Vorhaben orientiert sich am Leitbild der Deutschen Verwaltungscloud (DVC). Dahinter steht die Idee, Cloud-Dienste übergreifend bereitzustellen und gemeinsam zu betreiben. Dies soll nicht nur die Beschaffung vereinfachen, sondern auch Innovationen fördern und die digitale Souveränität der öffentlichen Hand stärken.
Die verstärkte Zusammenarbeit zeigt: Die öffentliche Verwaltung erkennt zunehmend den Wert gemeinsamer Lösungen.
Quelle: Pressemitteilung Dataport
Der IT-Vergabetag des Deutschen Vergabenetzwerks (DVNW) befasst sich in diesem Jahr neben den Themen Beschaffung von Künstlicher Intelligenz (KI) wie auch der Beschaffung mit KI-Unterstützung vor allem mit den Fragen zur digitalen Souveränität. Am 10. Juni 2026 wird in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hinterfragt, was „digitale Souveränität“ bedeutet und wie sie durch Beschaffung erreicht werden kann. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
