Die Änderungen durch das Vergabebeschleunigungsgesetz sind noch nicht einmal ein halbes Jahr in Kraft, da zeichnen sich mit der geplanten Reform des EU-Vergaberechts weitere, gravierende Änderungen ab. Zwischen bestehenden Zielen wie Beschleunigung und Vereinfachung, der Vergabe als strategisches Steuerungsinstrument, „Made in Europe“ Präferenz und KMU-Berücksichtigung als Konsequenz des Bevorstehenden, bleiben viele Beschaffende mit der Frage zurück, worauf sie sich einstellen müssen.
Auf dem Deutschen Vergabetage widmen wir diesem Thema deshalb unter anderem eine top-besetzte Podiumsdiskussion, einem von vielen Programm-Highlights in diesem Jahr.
Mit dem Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge traten zum 01.Juli 2026 zahlreiche Änderungen in Kraft. Zu nennen wären hier unter anderem:
- Direktaufträge des Bundes bis 50.000 € ermöglichen erheblich schnellere Beschaffungen.
- Lockerungen beim Losgrundsatz eröffnen mehr Gestaltungsspielraum bei großen Infrastrukturprojekten.
- Eingeschränkte aufschiebende Wirkung von Beschwerden reduziert Verzögerungen im Rechtsschutzverfahren
Jetzt stehen mit der großen Reform der EU-Vergaberichtlinien bereits weitere und zum Teil grundlegende Änderungen bevor, die voraussichtlich auch Anpassungen von GWB, VgV, SektVO und KonzVgV mit sich bringen werden.
Mit einem erstklassig besetzten Podium diskutieren wir am zweiten Tag des Deutschen Vergabetags, worauf sich Beschaffer:innen einstellen müssen und welche Botschaften Deutschland nach Brüssel senden sollte.
Wir freuen uns auf:
Prof. Dr. Michael Eßig (Leiter der Forschungsgruppe für Recht und Management öffentlicher Beschaffung, Universität der Bundeswehr München)
Dr. Gunnar Zillmann (Referatsleiter für Öffentliche Aufträge, Vergaberecht und Immobilienwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE))
Dr. Jan Seidel (Head of Legal Germany, Siemens Healthineers AG)
Bernd Düsterdiek (Beigeordneter, Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB))
Christian Doleschal (MdEP, Europäisches Parlament / CSU, EVP-Fraktion; Schattenberichterstatter zum Bericht „Public Procurement“)
Aus den unterschiedlichen Perspektiven von Wissenschaft, Bund, Kommunen, Wirtschaft und europäischer Politik diskutieren die Speaker die Auswirkungen der bevorstehenden Reform, das Spannungsfeld zwischen bereits erfolgten und anstehenden Änderungen sowie deren praktischer Bedeutung. Damit stellt die Podiumsdiskussion eines von zahlreichen Programm-Highlights des Deutschen Vergabetags dar.
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